14-08-20-maus

Seit über zehn Jahren habe ich nun mein Büro im Souterrain des Hauses, in dem wir auch leben. Eigene Treppe, eigene Eingangstür – die ich bei schönem Wetter wegen der frischen Luft gerne weit offen lasse. Und seit zehn Jahren ist nicht passiert, was heute passierte: eine recht winzige Spitzmaus spazierte ins Büro.

Was ich natürlich nicht mitkriegte, mich nur irgendwann über ein ungewohntes Rascheln in der Nähe der mittlerweile geschlossenen Tür wunderte. Als ich dann die Maus entdeckte und vor allem sie mich, lief sie in heller Panik weiter ins Büro rein. Na toll. Alle Möbel auf Beinen, das sind massenweise Mäuseverstecke.

Da ich keine Laienversion der „Mäusejagd“ aufführen wollte und außerdem mit Mäusen keinerlei Kreischproblem habe, beschloß ich, die Maus in Ruhe und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Die Bürotür machte ich einfach mal wieder weit auf. Und siehe da, eine ganze Weile später sah ich sie tatsächlich nach draußen laufen! Wo sie dann sicherheitshalber erst einmal in dem Abfluß vor der Tür verschwand (jawohl, durch die Ritzen paßt sie locker durch), sich dann aber wieder hervortraute.

Das hat ja streßfrei ein gutes Ende genommen mit diesem Mäusebesuch.

P.S.: Ich finde öfter mal gestorbene Spitzmäuse am Fuße meiner Treppe. Scheinbar kommen die da runter, aber nicht wieder rauf… So auch die kleine Maus von heute: als ich gegen 19.00 Uhr noch etwas aus dem Büro holen mußte, saß sie neben der Tür, fast reglos. Ich habe sie dann auf dem Kehrblech unter unsere Hecke gebracht – das mache ich immer so, wenn sie noch leben, die kleinen dummen Tierchen. Deshalb und nur deshalb steht in meinem Büro ein Kehrblech griffbereit direkt neben dem Eingang.

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