Der 5:2- oder 16:8-Selbstversuch

Intermittierendes Fasten. Bedeutet: fünf Tage normal-vernünftig essen, zwei Tage fasten. Oder täglich 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen. Das hört sich gut an, im Sinne von machbar. Meinen Selbstversuch mit der Methode beginne ich in der 5. KW 2017 mit einem relativ skandalösen Startgewicht – seit ich vor 13 Jahren aufhörte zu rauchen, habe ich doch tatsächlich pro Jahr fast ein Kilo zugenommen… Schleichend geht das, man merkt es kaum, man gewöhnt sich dran. Doch es reicht mir jetzt wirklich.

Ich werde den Gewichtsverlauf hier tapfer und ehrlich dokumentieren und alles, was mir sonst noch zum Intermittierenden Fasten interessant erscheint.

Ja, so ist der Plan. Dann schau’n wir mal, wie das so wird!

3. April

So, Schluß mit der Schlamperei der letzten zwei, drei Wochen. Jetzt wird wieder diszipliniert(er) genossen!

12. März

Bin seit Donnerstag arg verschnupft. (Wer hat mich angesteckt?!) Deshalb heute vormittag eine 16:8-Unterbrechung mit einem Waldbeershake und einem Käsebrot, ich hatte das dringende Gefühl, mich stärken zu müssen…

9. März

Habe gerade viel Gutes gelesen (hier und hier) über die Teilzeitfastenmethode 16:8. Das bedeutet, 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen dürfen, und zwar täglich als fester Rhythmus… Also zum Beispiel essen zwischen 12.00 und 20.00 Uhr. Ich glaube, das könnte ich – eigentlich schon immer eher eine Nicht-Frühstückerin – noch viel besser in mein Leben integrieren und müßte noch weniger über Regeln und Wochentage nachdenken. Und ich müßte nicht mehr diesen Satz „Ach, Du hast ja heute Diättag“ hören… *grins*

Darauf schwenke ich jetzt mal um!

6. März

Ich war 1. schreibfaul und habe 2. letzte Woche pausiert, weil ich in Hamburg bei der vielen Herumlauferei keine Lust hatte, das mit nur 500 kcal zu tun…

Festgestellt: die „Gewohnheit“ der zwei Fastentage führt bei mir auch an den anderen Tagen nicht zu unkontrolliert großen Mahlzeiten. Das ist ziemlich prima.

Heute ist Montag, heute ist Fastentag. Weiter geht’s!

10. Februar

Zweite Woche vorbei, insgesamt seit Beginn nur 1 kg abgenommen. Aber immerhin. Dafür, daß es mir so leicht fällt, die Fastentage ein- und durchzuhalten, darf es meinetwegen ruhig langsam gehen.

Ich aß am Montagabend Harzer mit Salat, sonst nichts, und am Donnerstag mittags eine rohe rote Paprika und abends selbstgemachte, sehr fettarme Gemüsesuppe (Spitzkohl!), mehr nicht. Und: kein abendliches „Weinchen“ an den Fastentagen.

Läuft.

2. Februar

Zweiter 500-kcal-Fastentag ist im Gange, es ist mittags, und wiederum fällt es mir nicht sehr schwer.

O.k., Einkaufengehen ist ein bißchen blöd, all die leckeren Sachen, die einem ins Auge springen… Aber dieses Wissen: „Morgen darf ich wieder“, das hilft wirklich enorm über potentiell schwache Momente hinweg.

Heute abend wird es Lachs geben, den ich in Teriyaki mariniere und dann im Backofen gare (also eigentlich zubereite wie meistens), dazu ein Gemüse aus Salicornes und Möhren mit möglichst wenig Fett.

Wiegen werde ich mich übrigens regelmäßig freitagmorgens…

31. Januar

Erster 500-kcal-Fastentag vorbei. Na, das war ja easy…

Ich habe Wasser und schwarzen Kaffee getrunken (ohne Kaffee geht bei mir gar nix) und gegen mittag eine Gemüsebouillon (Alnatura, immerhin 24% Gemüseanteil, meine selbstgemachte Brühe ist leider momentan alle). An der habe ich mir dann auch prompt ganz blöd die Zunge verbrannt. Ich brauchte jedenfalls um die Zeit mal einen herzhaften Geschmack, und mittags nett was kochen ging zeitlich nicht bzw. ich bin das auch gar nicht gewohnt, mittägliches Kochen in meinen Tag einzubauen. Also lasse ich es.

Als ich gegen 16 Uhr hoch in die Wohnung ging, bekam ich „imperativen“ Hunger. Da habe ich ein hartgekochtes Ei gegessen, das reichte in dem Moment auch völlig. Gegen 18 Uhr habe ich dann die Curry-Linsensuppe gegessen, die übrigens flott gemacht ist, sehr lecker schmeckt und so schön scharf ist, daß man davon ziemlichen Durst bekommt – auch kein Fehler, um den Rest des Abends nur Wasser trinken zu wollen…

Das war alles überhaupt nicht schrecklich, ich habe auch – sehr wichtig – nicht die ganze Zeit an Essen gedacht. Ich glaube, ich habe mit dem gestrigen Ablauf meinen eigenen Rhythmus schon gefunden: nur abends „richtig“ essen.

29. Januar

Morgen ist mein erster Fastentag. Momentan begrübele ich noch das „Problem“, auf wie viele Mahlzeiten ich meine 500 kcal am besten aufteile…

Normalerweise mache ich mir ja eher wenig aus einem Frühstück, deshalb lasse ich das auf jeden Fall weg.

Am liebsten möchte ich mir etwas zubereiten können, von dem ich dann mittags etwas und abends den Rest esse. Ja, das könnte ein guter Weg sein, so werde ich es für den Anfang mal versuchen.

Für morgen habe ich mir diese Curry-Linsensuppe ausgeguckt. Ich liebe ja Linsen in fast jeder Form. Also, nicht püriert, man muß sie schon noch erkennen können.

  • 80 – das absolute No-go!
  • Mo|30. Januar|79,5 = das Startgewicht
  • Fr|3. Februar|78,8
  • Fr|10. Februar|78,5
  • Do|9. März|77,9

Das Konzept fand ich in der „Für Sie“ und der Text gefiel mir, weil er die Methode gut zusammenfasst. Hängt jetzt in der Innentür meines Küchenschranks.


Auch wenn es mich nicht in völlige Ratlosigkeit stürzt, was mit 250 gr Proteinen und 500 gr Pflanzlichem über einen Tag verteilt anzufangen ist, habe ich mir aber doch diese beiden Bücher bei Amazon (gebraucht) gekauft, um ein paar Rezeptanregungen und ein Gefühl für die erlaubten Mengen zu bekommen.

Das rechte Buch erscheint mir – beim ersten Überfliegen – vom Aufbau und den Rezepten her sympathischer.


Die zauberhafte Valerie Müller widmet sich derzeit auf ihrem Blog Life40up! ebenfalls – viel schöner und sorgfältiger als ich hier – dem Thema Teilzeitfasten, da findet man/frau auch manche Anregung und Info…


 

2 Kommentare

  1. Brühe habe ich auch getrunken; da habe ich aber Wasser eingelagert und hatte am nächsten Tag mehr auf der Waage, was in dem Zusammenhang bißchen frustrierend war……
    Gruß, Claudi

    Antworten
    • Ich habe mir fest vorgenommen, mich nur einmal die Woche zu wiegen, um mich nicht verrückt zu machen… Hach ja. Bin ja noch ganz am Anfang.

Dazu will ich auch was sagen

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