Das hat nicht nur Dich erwischt, das hat uns beide erwischt.
Bittere Ironie, daß es heißt wie mein Sternzeichen…

Ich möchte Dich dauernd in den Arm nehmen wie ein Baby.
Ich bin voller Sorge und bei jedem Arzttermin Deine zweiten Ohren.
Ich behandele Dich wie ein rohes Ei. Meine Kostbarkeit.
Ich vernachlässige mein Büro und mein Weiberleben.
Ich schlafe schlecht und viel zu wenig.

Ich bin genervt, wie oft ich alles erklären muß.
Oder den Hergang erzählen soll.
Oder überhaupt reden soll.

Ich versprühe Zuversicht und fühle sie auch.
Ich tue, was ich kann. Ach ja, wie wenig das ist.
Ich koche Lieblingsgerichte und presse Orangensaft aus.
Ich verwöhne Dich in aller Hilflosigkeit.
Ich bin da. Immer da.

Ich muß begreifen, daß ich nicht bei allem helfen kann.
Oder nicht will, manchmal. Auch wenn Du das dann übelnimmst.
Es gibt keinen Moment für meine Tränen,
für meine Angst.

Was ich tue oder lasse, scheint nie genug.
Ich ertrage auch Deinen Unmut gegen mich.
Es ist ja sonst niemand da, an dem Du
Deine Ängste auslassen kannst.
In dieser Situation ist das in Ordnung.
Deins und meins. Alles.

Ich will unser Leben zurück.

Und wir haben gute Chancen.
Ist das nicht wunderbar?!

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