Montagabend: Essengehen mit X. Dienstagabend: Lions-Treffen. Mittwochabend: Kino mit Y. Donnerstagabend: Kneipe mit Z. Freitagabend: Essengehen mit A und B. Samstagabend: Eingeladen bei C. Sonntag: Dämmerschoppen bei D und E.

Ehrlich? Das wäre eine Höllenwoche für mich. So schön jede einzelne Unternehmung auch ist – in dieser Häufung wäre es mir zuviel Programm. Viel zuviel. Deshalb sieht mein freizeitlicher Terminkalender auch nie dermaßen überfüllt aus wie in meinem fiktiven Beispiel. Mehr als zwei Abende hintereinander verabrede ich mich möglichst nicht. Denn ich brauche auch unverplante Zeit für mich, regelmäßig. Sonst werde ich übellaunig. Warum das so ist, weiß ich gar nicht genau, aber es ist halt so – meine innere Eigenbrötlerin will gebührend ernstgenommen werden. Seit ich das kapiert habe und es relativ konsequent beachte, habe ich viel seltener das ungute Gefühl, atemlos durchs Leben zu hetzen.

Was ich an solchen Abenden mit mir alleine tue? Meistens nichts Besonderes. Nichts Gezieltes. Also quasi nichts.


 

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