Heute würde mein Vater seinen 87sten Geburtstag feiern.

Ja, das ist gar nicht undenkbar, denn er schien immer ein recht fitter, gesunder Mann zu sein. Doch dann verunglückte er. Zack, alles aus. 62-jährig, viel zu jung. Mit seiner geliebten BMW in Nordschweden – er wollte ein Mal das Nordkap sehen…

Nach so vielen Jahren ist der Schmerz kein Schmerz mehr, sondern wärmenden Gedanken und Gedenken gewichen. Ich bin inzwischen schon ein bißchen älter als er je wurde, und mein letztes Bild von ihm, wie er mich an einem sonnigen Sommertag 1997 zu meinem Urlaub an die Oosterschelde fährt, bevor er – schon voller Vorfreude auf dieses Männerding – am nächsten Tag in seinen eigenen Urlaub aufbricht, das ist in meinem Herzen.

Ich gebe mich kurz einer gelegentlichen Phantasie vom baM* und mir hin: unsere beiden feierfreudigen Väter (die sich im wahren Leben nicht kennenlernten, weil sie nicht mehr lebten, als wir uns trafen) oben im Himmel gemeinsam an einer langen Theke und von dort aus beobachtend, ob wir hier unten unsere Sache gut machen…

Skål på dig, Helmut!

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