30 Tage, 30 Haftnotizen – wenn der Uecker wieder leer ist, bin ich durch…
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Nach all dem unglaublichen, ärgerlichen Stress mit der DSGVO tauche ich wieder auf ins normale Leben, beseelt von dem Wunsch, endlich mal was für mich zu tun. Was Gesundes, was Gutes – etwas, das mich vielleicht wieder selbst-zufriedener macht… Die gründliche Lektüre der Sara-Gottfried-Bücher war ja in dieser Zeit auch nicht zu machen, außerdem vermisste ich bei ihr einen Tag-für-Tag-Fahrplan, an dem ich mich „doof“ einfach abarbeiten kann, ohne direkt selbst zur Expertin werden zu müssen.

Dank meiner lieben Twitter-Bekannten Conny wurde ich dann neulich auf Foodpunk aufmerksam – die Solingerin postet nicht nur tolle Essensfotos auf Instagram, sondern versteht vor allem eine Menge von Ernährung und Kochen, deshalb vertraue ich ihr, wenn sie sowas mitmacht und allein dadurch bereits empfiehlt. Und deshalb habe ich jetzt selbst meine „Foodpunk-Challenge“ begonnen – sie endet genau am 26. Juni, wenn das mal kein geniales Timing ist…

Tag 1

Vor dem Aufstehen soll ich 500 ml Zitronenwasser trinken – wer hat sich das denn ausgedacht? Wenn ich morgens aufwache, dann muß ich (und das ist kein Altersding, das war schon immer so) mal dringend das Gegenteil von trinken… Außerdem soll meine kleine Schilddrüsentablette grundsätzlich als erstes in meinen Magen. Ich wandele das also pragmatisch um in 1. aufstehen, 2. Klo, 3. Tablettchen nehmen und dazu 4. das Wasser trinken.

Eine Tasse schwarzer Kaffee zum Frühstück ist erlaubt. Kein Problem, auf meine Kondensmilch zu verzichten – unten im Büro trinke ich den Kaffee ja schon länger schwarz.

Für meinen morgendlichen Ablauf, der von Bitte-nicht-hetzen geprägt ist, muß ich erst mal rausfinden, wann ich als leidenschaftliche Nicht-Frühstückerin mir am besten das vorgeschriebene Frühstück mache. Vielleicht so: duschen, trödeln, anziehen, Frühstück machen und essen? Ja, so klappt es gut, das kann so bleiben.

Mittags Salat und Hähnchenstreifen, zwar einzeln an einer Salatbar eingekauft und im Büro mit Dressing versehen, aber korrekt, wenn ich alles richtig verstehe. Mittags kochen zu müssen, ist für mich das Aufwendigste, deshalb will ich das möglichst vermeiden.

Der erste Abend war dann direkt mit einem Kneipenbesuch verbunden, da fand ich Räucherlachs mit Salat auf der Karte, das passte perfekt in meine Challenge.

Alles prima gelaufen! Keinen Moment Hunger gehabt, Käse und Kefir noch nicht schmerzlich vermisst. Nur drei Tassen Kaffee am Tag war auch o.k., und das ohne Kopfschmerzen. Auch der Verzicht aufs „Weinchen“ ist überhaupt nicht schwierig – wie immer in alkoholfreien Zeiten ist eigentlich die Umwelt am schwierigsten, die dir immer „och, nur eiiiiinen“ zum Mittrinken anhexen will. Ich habe jetzt die perfekte Erklärung gefunden: „Ich bin schwanger!“ Dann weiß jeder, das kann nur Blödsinn sein, aber ich will es offensichtlich nicht weiter begründen…

Spätabends noch gründlich hier und da und dort über ketogene Ernährung gelesen – denn das ist es, was Foodpunk mir eigentlich serviert – und das Prinzip verstanden. Hilft mir hoffentlich beim Durchhalten der 30 Tage.


 

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