Ob wir wollen oder nicht, wir erben dies und das von unseren Eltern, und wenn wir Glück haben, sind die guten und die nervigen Gen-Portionen dabei halbwegs im Gleichgewicht. So unter dem Motto „Okay, Du kriegst meine Schuppenflechte, aber dafür kriegst Du seine gesunden Füße.“ Doch niemand kann da was verhandeln oder beschließen, also kann auch niemand was dafür. Das ist ja übrigens ganz ähnlich wie mit dem Wetter.

Und ich – ich habe von meiner Mutter ganz eindeutig das ständige Hadern mit zuviel Wärme geerbt. Wenn sie dann mal da ist, die Wärme… Das Praktischste an diesem meinem genetischen Erbe ist heutzutage, daß wir uns immer sofort einig sind, wann es uns zu warm ist für unsere wöchentliche Golfrunde.

Ansonsten lebe ich nun einmal in Aachen. Diese von mir innig geliebte Stadt, die aber wettertechnisch ihre Tücken hat. Denn Karl der Große hat seine Pfalz einst in einem Talkessel gebaut – nicht nur der Regen setzt sich hier gerne fest, sondern andererseits ist Wärme hier in 90 % aller Fälle immer direkt mit Schwüle verbunden, die dann unerbittlich über uns hängt wie eine Glasglocke. Ja, und damit kann ich gar nicht(s) gut. Alles klebt, Haut an Haut, Haut an Schreibtischplatte, Papier an Haut, arrrgggh!

Nein, ich bin kein Hitzetyp, ich bin eher eine 22°-Frau. Insofern kann ich mich über den diesjährigen Sommer gar nicht so doll ärgern…

Diesen Beitrag habe ich morgens um 7.00 h geschrieben an diesem Tag, der angeblich
der allerwärmste dieser Woche werden wird. Wir haben nämlich gerade ein Hitzewellchen.


 

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