Dies ist der persönliche Blog einer Design-und-Text-Handwerkerin. Er dreht sich um ihren grundsätzlich vergnügten Alltag zwischen Beruf und anderen Berufungen. Seit 2008.
Schauplatz > Aachen. | Altersklasse > ja. | Themen > querbeet.

#WmDedgT ist die Kurzform für “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” und wurde 2013 von Frau Brüllen eröffnet – jeden Monat am 5. protokollieren Blogger ihren Tag. Einblicke in den Alltag vieler Leben und Berufe und über den eigenen Tellerrand hinaus. Hier schreibt eine Design-und-Text-Freiberuflerin mit Ehemann, Dachwohnung und Souterrainbüro im selben Haus…

6:00 | Weil wir am Dienstagabend einen 60sten im Freundeskreis sehr ausgiebig und auch promillelastig gefeiert haben – mit ungefähr achtzig anderen Gästen ohne Viruspanik –, haben wir gestern unseren Kater gepflegt, unter anderem mit viel Schlaf. (Ich hatte mir prophylaktisch freigegeben.) Und deshalb bin ich heute bestens ausgeschlafen und schon eine Stunde vor dem Wecker wach.

Mein üblicher Tatendrang beim ersten Kaffee wird als erstes mal gebremst von meinem Laptop, der auch nach dem zweiten Neustart nicht über den Willkommens-Bildschirm hinauskommt – was ist DAS denn jetzt schon wieder? Ich hasse Technik-Probleme zutiefst. Wenigstens klappt der dritte Versuch.

7:00 | Ich lese einen Text von Mely Kiyak – die ich sprachlich sehr verehre und inhaltlich hochachte – und bin bedrückt: “Alle rein!”. (Ihre Kolumne in der ZEIT kann man übrigens per E-Mail abonnieren.) Und auch, worauf die Aachener Journalistin Margret Vallot hinweist, ist völlig zutreffend: “Wir haben Platz”. Da wären unsere hiesigen städtischen und sonstigen Leerstände doch mal nützlich zu nutzen! Wen all das, was an diesen Grenzen gerade passiert, nicht bedrückt oder sogar zornig macht, der kann meines Erachtens weder Herz noch Anstand haben. Es ist natürlich relativ unpfiffig, so etwas schon morgens zu lesen, sich quasi seinen „Downer“ für den Tag abzuholen, aber es ist nun mal, wie es ist…

Ich mache meine To-do-Liste für den Tag. Mir hilft es immer, wenn ich mich etwas Praktischem zuwenden kann – das gibt mir das Gefühl, etwas bewirken zu können und etwas zu schaffen. Haken dran, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

8:00 | Vor der Bürotür – also draußen im Freien – erwartet mich ein dicker Katalog, der dort vermutlich seit gestern im Regen liegt und deshalb unlesbar-ungelesen in den Müll wandert. Liebe Post- und Paketzusteller, bitte Hirn an…

Drinnen als erstes der übliche E-Mail-Check, ein gern unterschätzter Zeitfresser.

9:00 | Aufbruch zum Abarbeiten meiner Außer-Haus-Liste, denn diese Sachen mache ich am liebsten vormittags.

11:00 | Ich habe [1] bei der Hausärztin mein vierteljährliches Rezept abgeholt. Ich habe [2] in der Apotheke tatsächlich direkt mein Medikament bekommen. Ich habe [3] ein Packchen an der Packstation abgeholt. Ich habe [4] woanders ein anderes Päckchen aufgegeben. Ja, Fehlplanung… Ich habe im Tausch gegen einen leckeren Kaffee [5] den neuen Laptop meiner Mama mit dem Internet verbunden – nicht das Ende der noch notwendigen Maßnahmen. Ich habe [6] dem baM ein Brötchen gekauft. Irgendwann unterwegs ging auch die Reserveleuchte im Auto an, aber zum [7] Tanken hatte ich bei dem Regen keine Lust mehr. Und jetzt bin ich endlich zurück.

12:00 | Meine kreative Aufgabe für heute: Ein Kunde möchte seinen Geschäftspartnern auf nette und unkomplizierte Weise zum Geburtstag gratulieren und will eine maßgeschneiderte Illustration für seine Glückwunsch-E-Mails. Was für eine nette Idee, da habe ich doch richtig Spaß dran.

15:00 | So, nach einigen Unterbrechungen und nachdem ich nun neben der Idee auch alles eventuell nötige Bildmaterial zusammenhabe, ziehe ich jetzt nach oben in die Wohnung um, um dort das gestalterische Finetuning zu machen. Unten im Büro schreit es mir momentan zu sehr nach Steuern, Ablage und Administration…

17:00 | Man frickelt sich rein und raus an manchen Tagen – und heute ist offensichtlich so einer… Ich pendelte bis eben zwischen Schwatz mit dem Mann, Telefonat mit Freundin, Spülmaschine-Einräumen und anderen haushaltlichen Wichtigkeiten und habe das Gefühl, noch nichts getan zu haben. Doch nun setze ich mich endlich wieder an mein kleines Projekt.

Kochen werde ich heute nicht, da von gestern noch genug Pasta mit Bolognese-Sauce übrig ist, also sind alle To-do’s abgearbeitet. Dann mal auf an den Laptop und das Zeichenprogramm starten…

Nun verlinke ich meinen Beitrag noch rüber zum aktuellen #WmDedgT von Frau Brüllen, wo unter ihrem eigenen Beitrag auch eine Linkliste der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu finden ist.

(Die vielen schönen Beiträge kann man unmöglich alle lesen – ich kriege das jedenfalls zeitlich nicht hin. Deshalb picke ich mir immer den ersten Blog mit interessant klingendem Namen raus und ab da stur jeden zehnten und diese Auswahl lese ich dann. So komme ich mit der Zeit auch ganz schön rum…)


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