Wenn ich eines hasse, dann sind es Weihnachts-Rundmails. Wo irgendwo der Absender einmal auf “Senden” drückt und dann meint, er hat seine Weihnachts-Post erledigt, ist es nahezu herabsetzend, Teil eines solchen Verteilers zu sein beziehungsweise Opfer solch maximal lieblosen Tuns. Da hat doch nicht jemand an mich gedacht, da bin ich nur in irgendeiner Liste.

Deshalb gibt es von mir Echtpost! Und die am liebsten handgeschrieben.

Normalerweise. Doch dieses Jahr, das – im Büro – gegen Ende noch überraschend so unorganisierbar hektisch wurde, habe ich es einfach nicht geregelt bekommen, meine Weihnachtspostkarten rechtzeitig zu entwerfen, drucken zu lassen, zu schreiben und abzuschicken. Das macht mich ein bißchen traurig, ist aber nicht zu ändern.

Meine Weihnachts- und Neujahrswünsche poste ich jetzt wenigstens als Bild an allen Stellen im Web, an denen ich auch sonst aktiv bin – so sehen sie die Menschen, denen ich normalerweise eine Karte schicken würde, höchstwahrscheinlich auch. Und ein paar Menschen bekommen eine individuelle Mail. Eine Weihnachts-Rundmail wird es von hier nicht geben, keinesfalls.

Aber nächstes Jahr wieder Echtpost…


Diesen Beitrag habe ich zwei Tage vor seinem Erscheinen geschrieben… Deshalb ein Nachtrag vom tatsächlichen 20. Dezember: Angesichts des gestrigen Anschlages in Berlin bin ich nahezu froh, keine Weihnachtskarten gedruckt zu haben – jeder noch so intelligente Text hätte ja aufgrund dieses Ereignisses nur Makulatur sein können.


 

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