DHL schreibt mir: “Ihr Paket konnte leider nicht an Ihrem gebuchten Ablageort hinterlegt werden, da sich dieser nicht auf Ihrem Grundstück befand.” Abgesehen davon, daß ich sowieso zu Hause war, lautete mein gebuchter Ablageort “Haustür” und die war anwesend, da bin ich ziemlich sicher.

Die Kochseite, die auf Instagram ein Rezept antriggert und auf den berühmten „Link in der Bio“ verweist. Dieser Link führt mich zwar auf die verkaufseifrige Website, aber mitnichten zum Rezept. Was aber die einzige Sache ist, die mich in dem Moment an dieser Publikation interessiert.

Eine Kommunalverwaltung, bei der Du als Bürger mit Personalausweisbedarf den nächsten freien Termin für die schlichte Beantragung online in fünf bis sechs Wochen bekommst. (Kein Witz.) Und da ist noch gar keine bummelnde Bundesdruckerei mit im Work“flow“.

Die sich über mehrere Monate hinziehende Großbaustelle in der eigenen Straße, über deren Verlauf und Dauer kein Anwohner informiert wird. Nicht am Anfang und nie zwischendurch. Dabei wäre ein gelegentlicher Infozettel in die Briefkästen ja weder budgetsprengend noch eine allzu zeitaufwendige Maßnahme.

Das mit 3,50 € wahrlich nicht billige Snackbrötchen, auf das Eierscheiben-Knubbel draufgepackt werden, anstatt die einzelnen Scheiben ab Werk schon so zu verteilen, daß der Käufer das Ding sofort essen kann, ohne sich vorher noch die Finger einzusauen bei einer verzehrfreundlicheren Anordnung der Eierscheiben.

Nur ein paar Beispiele, nur aus den letzten paar Tagen… Dafür, wie oft man sich inzwischen vergackeiert fühlen muss und wie normal das mittlerweile zu sein scheint – man lacht fatalistisch, man fühlt sich ausgeliefert, aber man wundert sich gar nicht mehr über das Verarschtwerden als Dauerzustand. Schulterzucken. Man hat sich dran gewöhnt, ist das nicht traurig?

Und man wundert sich vor allem dann, wenn man auf ehrliche und konsequente Kundenfreundlichkeit trifft… Deshalb, liebe Leute, für Nettes immer ein nettes Wort übrighaben – das ist nie verschwendet.

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