Man kann ja über Bahnfahren denken, was man will, und meine Hamburg-Tour wird mich garantiert auch nicht zu einer leidenschaftlicheren Bahnkundin machen – aber man sieht wirklich mehr vom Land als auf der langweiligen Autobahn.

So hatte ich bei eben jenem Kurztrip auf der der Hinfahrt zwischen Düsseldorf und Duisburg tatsächlich mehrere Momente von „das kennst Du doch“ und habe jetzt verifiziert, daß das auch tatsächlich stimmte!

Denn wir fuhren durch Angermund, wo wir die ersten zwei Jahre meines Lebens bei meinen Großeltern lebten, und durch Rahm, wo – direkt nebenan – meine andere Oma lebte, und nah der Bahn gab es einen Weg durch die Rosenfelder der Firma Ruland (was man alles nicht vergißt…), den wir immer zwischen den beiden Dörfern hin- und herspazierten. Und wir fuhren durch Großenbaum, wo ich noch mein erstes halbes Jahr Volksschule erlebte und auf dem langen geraden Bürgersteig davor Fahrradfahren lernte und immer Angst vor dem weißen Spitz meiner besten Freundin hatte, der im Hof gegenüber der Schule angekettet war und sich die Seele aus dem Leib kläffte. Von Großenbaum aus zogen wir, Eltern und inzwischen zwei Töchter, 1965 nach Aachen und die beruflichen Wanderjahre meines Vaters waren zuende.

Kein Wunder, daß mir da im Vorbeifahren Anblicke bekannt vorkamen. Hach!