Natürlich weiß ich mit meinen Sonntagen auch anderes anzufangen. Doch die Uta, die Ape und ich auf dem Soerser Sonntag, das hörte sich – schon Monate vorher – nach einigem Spaß an. Und so kam’s…

Ich selbst hatte es sowieso gut, denn ich brauchte eigentlich nichts weiter zu tun als freundlich zu gucken, interessierten Menschen von meiner Wechselbügelbrille vorzuschwärmen (was ich ja auch sonst mit Begeisterung tue) und in regelmäßigen Abständen ein Schlückchen kaltes Getränk zu beschaffen. Zwischendurch reparierte ich noch meisterhaft die störrische Papierrolle des Wellenfrontgerätes, an dem Augenoptikermeisterin Uta für viele Wartewillige einen ersten Augentest machte – zeitweise war so viel zu tun, daß sie gar nicht dazu kam, dem jeweils Getesteten die faszinierende grafische Darstellung der irre genau abgebildeten Hornhaut zu erklären.

Das alles über viele Stunden war durchaus anstrengend, aber hat auch tatsächlich viel Spaß gemacht – zumal das Wetter es supergut mit uns gemeint hat, keine furchtbare Hitze, keine Wolkenbrüche. Diese bestens organisierte Zeltreihe „Handwerk in Aktion“ der Aachener Handwerkskammer, alljährlich vor der Haupttribüne angesiedelt, ist schon eine prima Sache, von der sicher sowohl die HWK als auch die Teilnehmer image-technisch profitieren.

Als ich gegen halb sechs wieder zu Hause war, setzte ich mich erst einmal zum Liebsten auf die Terrasse und wir hielten ein Schwätzchen. Wie so ein normaler Sonntag – nur mit kaltem, wohltuendem Fußbad. Denn die Füße, die taten mir ganz ungewohnt weh nach all den Stunden Stand(!)dienst.