Wann ist das passiert, daß aus der berühmten „besinnlichen Vorweihnachtszeit“ so ein Gehetze wurde? Ist das nur ein Gefühl, das mit dem Älterwerden zu tun hat, oder werden wir tatsächlich alle immer bekloppter zum Jahresende hin?

Arbeitende Menschen räumen ihre Schreibtische auf und leiten Aufgaben noch schnell weiter. Geschäftspartner feiern Weihnachtsfeiern. Freunde wollen noch ein letztes Mal dieses Jahr essen gehen. Und bei mir persönlich haben dazu noch lauter Lieblingsmenschen im Dezember Geburtstag, was natürlich auch irgendwie klein oder groß gewürdigt werden will… Einige letzte Aufträge stehen ebenfalls noch auf meiner To-do-Liste. Und das Lions-Geschehen rund um den Weihnachtsmarkt. Und. Und. Der Terminkalender ist jedenfalls wegen Überfüllung geschlossen, in mir ist nur noch Verpflichtungsabwehr statt gelassener Freude und Besinnlichkeit.

Warum nur stopfen wir immer wieder den Dezember so voll mit Ich-muß-noch-Terminen und vor allem mit schönen Unternehmungen, die sich dann gegenseitig die Show stehlen und uns selbst mit wenig mehr als einem abgehetzten Gefühl zurücklassen? Schade ist das.

Und meine Weihnachtspost, die muß ich auch noch schreiben. (Hält inne.) Ja, muß ich denn wirklich?!


 

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