#WmDedgT heisst: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” und wurde im April 2013 von Frau Brüllen ins Leben gerufen – jeden Monat am 5. schreiben (!) die teilnehmenden Bloggerinnen und Blogger ihren Tagesablauf auf. Einblicke in den Alltag vieler unterschiedlicher Leben und Berufe und vor allem über den eigenen Tellerrand hinaus. Im Prinzip wie #12von12, nur mit Worten statt mit Bildern…

Erstmal sorgfältige Augenpflege, das versuche ich mir gerade wieder als Routine anzugewöhnen, um eine anscheinend beginnende Blepharitis einzudämmen. Lästig, aber wichtig.

Währenddessen wird der Kaffee fertig.

Laptop an und meine gemütliche stille Stunde beginnt, ohne die ich schlechte Laune kriegen würde.

Blick in die Mails. Nichts Katastrophales dabei, nur Kaspersky moniert mit unangenehmem Geräusch den Anhang einer Mail, die ich aber sowieso ungelesen gelöscht hätte. Alles fein.

Tweetdeck auf, die Timeline ein bißchen nachlesen. Heute morgen Gott sei Dank keine neuen Dramen aus meiner kleinen oder der weiten Welt.

Also jetzt mal die Fotos von gestern abend kurz anschauen. Roger Hodgson im Aachener Kurpark bei den „Kurpark Classix“, ein wunderschöner Sommerabend ohne Regen, dazu mein persönlicher siebter Musikhimmel – was war das schön! (Ich war mit 16 auf meinem ersten Supertramp-Konzert in Köln…) Und hurra, das sind zu 80% prima Fotos geworden.

Upps, schon acht. Husch, fertigmachen…

Das Büro ist ja nur ¼ Runde ums Haus rum im Souterrain. Mein Zeug – vom Butterbrot bis zu Auftragsmappen – auspacken und die Technik einrichten ist schnell gemacht. Einrichten? Na ja, einstöpseln… Denn seit mir mein Server vor ein paar Jahren kaputtging und dabei im Netzwerk Mengen wichtiger Kundendaten mit vernichtete, lagere ich meine gesamten Daten auf einer fetten externen Festplatte, die ich immer dorthin mitnehme, wo ich gerade arbeiten will, entweder unten im Büro oder oben in der Wohnung. Das mag eine antiquierte Verfahrensweise sein, aber ich komme bestens damit zurecht und muß keine Angst mehr vor den Zicken eines Servers haben. Der Schock von damals sitzt nämlich tief.

Ansonsten ist heute Mittwoch, da spielen meine Mutter und ich morgens um halb zehn traditionell neun Löcher Golf. Wenn keine Termine oder Regengüsse dazwischenkommen. Heute geht alles klar, also muß ich gleich schon wieder weg. Wir spielen in Vaals, nebenan in Holland, und ich fahre fast 30 Minuten bis dort.

Golfbag und -schuhe ins Auto und ab.

Abschlag pünktlich.

Nach genau einer Stunde das letzte „Plopp“ an der neunten Fahne.

Am neunten Abschlag ist mir heute ein Kunststück gelungen, das man gewollt nie hinkriegen würde: ich habe mit dem Holz 3 das Tee unter dem Ball weggeschlagen, der Ball selbst hat sich quasi nicht bewegt. Irre! Nein, es gibt leider kein Video, aber meine Mama als Augenzeugin.

Ich bin zurück am Schreibtisch.

Nun ein Blick in die Mails – ist die Freigabe für eine Visitenkarte endlich da, auf die ich schon seit gestern nachmittag warte, obwohl der Kunde sie blitzartig gedruckt haben will? Oh, Kunde hat die Mail nicht bekommen? Nun denn, kriegt er sie nochmal.

Und auch ansonsten lauert im Postfach viel zu beachtender Kleinkram – zeitraubend und wenig einträglich. Zum Glück mache ich meine Arbeit ja nicht aus Geldgier…

Heute abend steht ein Arbeitsessen mit einer Freundin-Kundin an, die über ihren Web-Entwurf reden will. Als Dinosaurierin, die immer was braucht, worauf sie sich Notizen machen kann, mache ich jetzt erstmal Ausdrucke vom Entwurf. Gleichzeitig laden das Tablet und die zugehörige Bluetooth-Tastatur auf, damit ich heute abend auch technisch tadellos auftreten kann.

Und da ich nicht gerne unter den Augen eines Kunden arbeite, skizziere ich auch mal direkt Briefbogen und Visitenkarten, obwohl die Kundin sich noch gar nicht zum Erstvorschlag ihres vielleicht zukünftigen Logos geäußert hat.

Oh, die Visitenkarten-Freigabe ist da. Direkt mal das hochaufgelöste PDF erzeugen und zusammen mit der Auftragsinfo an die Druckerei schicken.

Und immer schön den Stundenzettel führen… Mit den meisten Kunden rechne ich auf Stundenbasis ab, das ist am fairsten für alle Beteiligten und in vertrauensvollen Langfristbeziehungen auch am einfachsten.

Nun weiter mit der Gesprächsvorbereitung – die drölfzig Fotos, die die Kundin von sich machen ließ, müssen noch in die Cloud, damit wir später konkret darüber reden können. Aus der Cloud lösche ich die morgen wieder, denn ich bin überhaupt keine Cloud-Freundin…

Kleines Mittagspäuschen oben beim Mann machen. Worte statt Kalorien, dazu ein leckeres sodagestreamtes Wasser – wir schleppen ja seit kurzem auch endlich keine Plastikflaschen mehr durch die Gegend.

Die Fotos laden immer noch hoch. Hrmpf.

Ich baue derweil noch mal ein paar Schriftgrößenmuster auf den Web-Entwurf. Und kriege mal wieder Lust, ein „Grundsatzseminar für den kompetenten Web-User“ zu entwickeln und anzubieten – Schriftgrößen, warum keine Trennungen, Einflußmöglichkeiten für die Ansicht im Browser, solche Sachen… Sachen, die ich im Arbeitsalltag wieder und wieder erklären muß.

Die Fotos sind hochgeladen. Uff.

Eine nette DHL-Frau bringt das heißersehnte Päckchen mit den Druckerpatronen. Und nein, ich kaufe keine Canon-Originale, die sind ja unverschämt teuer… Ich befülle allerdings auch nicht selbst, wegen der potentiellen Ferkelei. Aber ich habe zwei gute Adressen für Alternativpatronen.

Jetzt habe ich ein ausgeprägtes Halbdrei. Also müüüde. Was sicher auch sehr mit den gestrigen Mengen leckerer Weine und Champagner zu tun hat, die beim Konzert flossen. Heute ist also – aus purer Unlust – ein nicht so stressiger Tag… Die berühmte „Freiheit“ der Selbständigen ist ja, daß wir ab und zu selbst bestimmen können, wann wir arbeiten wollen. Wenn ich also heute einen Durchhänger habe – und den habe ich definitiv –, so hole ich den dann am Samstag auf. Oder am Sonntag. Oder an mehreren Abenden.

Morgen kommt Maria, meine liebe blogs50plus-Mitgründerin, aus Pulheim zu Besuch. Das will ein bißchen geplant werden. Wohin gehen wir denn kaffeetrinken und quatschen, nachdem ich sie am Bahnhof abgeholt habe? Und wie sind denn die Öffnungszeiten des IZM? Da will ich nämlich mit ihr – Journalistin, Autorin, Bücherfrau und den Dom bestimmt schon kennend – unbedingt hin. Und ganz treffsicher mal wieder unser Öcher Wetter, denn für morgen ist Regen vorhergesagt. Also ist ein Museumsbesuch doch ein ziemlich guter Plan.

Zwischendurch zwei ausführliche Telefonate mit Kunden, zack, ist eine halbe Stunde rum. Und jetzt packe ich meinen Kram und ziehe nach oben um… Bißchen trödeln, bißchen nett machen für den Abendtermin. Ich kriege heute sowieso nix Vernünftiges mehr zustande.

Also kann ich auch jetzt die Fotos vom Konzert bearbeiten…

Erledigt. Ich bin dem Blogbeitrag einen Schritt näher.

Jetzt erstmal Haare waschen… Seit ich mein wunderbares Nackenkissen habe, liege ich mir über Nacht immer sehr bizarr verdötschte „Frisuren“, manchmal ist das nicht mit Fön und Rundbürste zu beheben. Und so ein Tag ist heute.

Nachher fahre ich dann zu meinem bestimmt leckeren Arbeitsessen und bespreche Millionen wichtiger Dinge. Und später werde ich sicher todmüde ins Bett plumpsen…

Nun verlinke ich meinen Beitrag noch rüber zum aktuellen #WmDedgT von Frau Brüllen, wo unter ihrem eigenen Beitrag auch eine Linkliste der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu finden ist.

(Die vielen schönen Beiträge kann man unmöglich alle lesen – ich kriege das jedenfalls zeitlich nicht hin. Deshalb picke ich mir immer den ersten Blog mit interessant klingendem Namen raus und ab da stur jeden zehnten und diese Auswahl lese ich dann. So komme ich mit der Zeit auch ganz schön rum…)


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