15-04-03-augending

Diese nette, schmale Gelmaske ist zur Zeit wichtige Helferin bei meinem unfreiwilligen, aber nötigen Morgenritual. Ich beschreibe es jetzt mal – bitte ehrfürchtig beeindruckt sein von den vielen zusätzlichen Handgriffen, die ich vier Wochen lang allmorgendlich machen muß, damit meine Augen hoffentlich bald nicht mehr rot, verklebt und dauertränend sind. (Dauertränend ist besonders toll, wenn man helle Wimpern hat und daher ungeschminkt eher flohäugig aussieht.)

  • Die Maske und zwei Wattepads aus dem Bad mit in die Küche nehmen.
  • Den Wasserkocher befüllen und starten.
    Kleines Einsprengsel aus dem normalen Leben: Kaffee aufsetzen.
  • Ein Glas aus dem Regal nehmen und die Maske dort hineintun.
  • Mit dem fertigen heißen Wasser übergießen, um die Maske zu erwärmen.
  • Nach ein paar Minuten Maske rausnehmen und die Wattepads kurz in das heiße Wasser tauchen.
  • Mich irgendwo hinsetzen, Wattepads und die Maske auf den Augen plazieren, die feuchte Wärme fünf bis zehn Minuten wirken lassen.
    Der Kaffee duftet.
  • Wattepads entsorgen, Maske im Bad abspülen.
  • Mit einem Q-Tip, den ich in einer Augenreinigungsflüssigkeit tränke, die Augenränder massieren. (Das ist eine ausgesprochen unangenehme Tätigkeit, immer habe ich Angst, was falsch zu machen.)
  • Mit Wattepads die Augen reinigen.
  • Augentropfen benutzen.
    Kaffee, endlich!

Ja, und das wegzutherapierende Ganze heißt Blepharitis, kommt immer mal wieder, wenn man die Veranlagung hat, und da man ja immer dazulernt, weiß ich inzwischen, daß wir rund um unser Auge die sogenannten Meibom-Drüsen haben. Die verstopfen können, aber nicht sollen. Ja, seufz.

 

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