Meine persönliche Liebe zu Aachen ist an mehreren Stellen im Web und im Leben deutlich sichtbar… Diese Liebe ist groß, aber keineswegs blind.

Ich lebe schließlich hier und bin ja nicht blöd. Auch ich sehe empörende Leerstände, gefährliche Verkehrsfehlplanungen, zerbröselnde Straßen (hey, ich fahre Fahrrad, ich kann mit manchem Schlagloch Silberhochzeit feiern), baulichen Verfall, wirtschaftliche Verirrungen, verwaltungsseitige Trägheit und viel zu viel nicht angepackten Handlungsbedarf. Bonjour tristesse?

Ich sehe ebenfalls und andererseits die unvergleichliche Schönheit an vielen Orten unserer Stadt, genieße die Weltoffenheit und das Laissez-faire, liebe die Geborgenheit der anheimelnden Überschaubarkeit, finde die innereuropäische Lage unschlagbar prima, mag das Jung und Alt nebeneinander, das Öcher Platt neben Sprachen aus aller Welt und das spannende Wechselspiel zwischen Historie und Moderne. Aachen ist für mich tatsächlich eher bunt als grau.

Die einen machen bedrückende Fotostrecken von brachliegenden Ladenlokalen, die anderen schreiben ein Buch über Aachens “Glücksorte”… Beides hat seine Berechtigung, denn beides findet sich in unserer Stadt. Absolut nichts und niemand auf dieser Welt ist uneingeschränkt großartig! Jeder Mensch, jede Handlung und jeder Ort hat auch die berüchtigte andere Seite der Medaille. Nur wir selbst können entscheiden, ob wir ihn/sie/es “trotzdem” lieben… Lieben wollen – mit allem, was dazugehört.

Und so ist das auch mit Aachen.


Schon mal auf unser-aachen.eu geschmökert?

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