Über ein Jahr bin ich jetzt mit dieser  häßlichen Stelle auf meinem Lenkrad herumgefahren… Nun ist es endlich wieder hübsch – dabei habe ich viel Geld gespart, eine Menge Ressourcen geschont und eventuell eine unerlaubte Installation an meinem Auto angebracht. Wie das?

Klick!

Das Mini-Emblem auf dem kugeligen Kunststoffkorpus des Lenkrad-Airbags ist ein mit vier kleinen Laschen ziemlich fest aufgestecktes Metall-(Blech?)-Einzelteil. In der Produktionshalle liegt es wahrscheinlich zu zig Exemplaren in einer Schütte neben dem Montageplatz und wird jeweils als letzter Handgriff auf die Lenkräder gesteckt…

Als dieses Blech-Logo nun mit den Jahren – immerhin ist der weltschönste Mini bereits 13 Jahre alt – anfing, sich nach oben zu verbiegen, weil immer wieder mal jemand an einer Spitze hängenblieb, blieb man dann immer öfter an den dadurch immer mehr hochstehenden Spitzen hängen…

Irgendwann ruinierte ich mir daran einen Strickjackenärmel und hatte es satt und fummelte das Logo ganz ab. In dem zugegebenermaßen naiven Glauben, ich könne beim Autohaus – wir haben in Aachen einen großen, renommierten, bestens sortierten BMW-Händler – das Logo als Ersatzteil(chen) bekommen und es erneuern. Also dort angerufen.

Nein, das Logo könne man mir nicht einzeln verkaufen. Man habe es gar nicht einzeln und man dürfe das wegen der Sicherheitsbestimmungen (wessen?) auch gar nicht. Es sei Bestandteil des Airbags, ich könne es nur erneuern, indem ich den kompletten Airbag austauschen ließe. Kosten circa 450 Euro. Aha.

Die spinnen doch, die Autohersteller.
Vollkommen unnötige Ressourcen-Verschwendung!
Hanebüchene Verarschung!
Kundenunfreundlichkeit!
Mangelnde Flexibilität!
Mein Geld!

Kopfschüttelnd über diesen unglaublich irrsinnigen Unsinn recherchierte ich also im Web – es mußte doch dieses dumme kleine Logo-Teilchen irgendwo zu finden sein… War es auch, bei eBay für knapp 20 Euro, immer noch teuer genug, aber im Vergleich zu 450 Euro natürlich ein Klacks. Der wattierte Umschlag kam aus Polen und ziemlich zügig. Na bitte, geht doch.

Und eben habe ich es endlich aufgeklebt – das entspricht methodisch vermutlich nicht „den Sicherheitsbestimmungen“, aber das ist mir maximal egal. Ich freue mich jetzt einfach über meine DIY-Autokorrektur!