Hier gibt es viel zu gucken an den Wänden. Petersburger Hängung, so passt mehr in eine vielfenstrige Wohnung als mit gezirkeltem Nebeneinander. Es findet sich wenig Kostbares, aber viel für mich Wertvolles – weil mit allem eine kleine Geschichte verbunden ist. Diese Geschicht(ch)en werde ich in einigen Beiträgen in der nächsten Zeit erzählen.

 

Dieses Bild hängt in der Küche.

Die “Abhandlung 1 über portionierte Milchdöschen” liebe ich wegen ihrer inhaltlichen Witzigkeit (es geht textlich im Wesentlichen um die Unmöglichkeit, die Dinger kleckerfrei zu öffnen) und wegen der Akribie, die der Künstler, hauptberuflich Architekt, mit dem Rapidographen walten lässt. Thomas H. war ein Freund meiner Eltern – sie lernten sich zu Zeiten des “Gegenverkehrs” kennen – und kannte mich dadurch schon als kleines Mädchen. Auch wir beide waren später sehr lange befreundet und er schenkte mir das handcolorierte Blatt Anfang der 90er Jahre bei einem Fest, das ich damals in meinem Büro im Holzgraben feierte. Er lebt seit ein paar Jahren nicht mehr und das ist eine tragische Geschichte, die hier nicht erzählt werden will – aber dieses Kunstwerk von ihm macht mich trotzdem immer fröhlich.


 

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