Dies ist der persönliche Blog einer Design-und-Text-Handwerkerin. Er dreht sich um ihren grundsätzlich vergnügten Alltag zwischen Beruf und anderen Berufungen. Seit 2008.
Schauplatz > Aachen. | Altersklasse > ja. | Themen > querbeet.

Zuletzt aktualisiert am 7. September 2020.

Seit ein paar Monaten verändern sich meine Haare. Sie entwickeln selbständig Wellen und sie sehen strohig aus… Das! Macht mich! Nicht! Froh! Und meine bewährten Pflegeprodukte – Shampoo hier, Spülung da – scheinen überhaupt nichts mehr zu bewirken. Noch nie zuvor im Leben hatte ich Haarprobleme Problemhaare!

Da stieß ich zufällig wieder auf das Thema Haarseife, wurde diesmal aufmerksamer und begann mich einzulesen. Zumal ich nette Menschen kenne, die damit sehr glücklich sind und am Kopf total normal aussehen.

Nicht nur, daß der Umstieg auf Haarseife oder festes Shampoo – das ist ein Unterschied – die Umwelt schont, weil wir viel weniger Plastik(flaschen)müll erzeugen, die meist naturreinen Produkte verschonen auch unsere Haare und Kopfhaut vor jeder Menge künstlicher Chemie! Wenn das mal nicht zwei gute Gründe sind, einen Selbstversuch zu unternehmen… Ich lasse Euch teilhaben in Form meiner fast täglichen Tweets zum Thema, ggf. in Klammern ergänzt um nähere Informationen zum verwendeten Produkt:

14.8.2020

Es läuft also der Versuch Haarseife. Die Haare sind quietschsauber, fühlen sich jedenfalls ungewohnt quietschig an (Speick). Gleich folgt das Föhnen.

Erkenntnis: offenbar muß Haarseife SEHR viel gründlicher ausgespült werden als konventionelles Shampoo. Ich sehe nämlich gerade aus wie eine meiner zu oft frisierten Barbie-Puppen früher und auch bei mir kommt die Bürste jetzt nicht durch. Autsch. Es folgt das erneute Ausspülen meiner Haare. Und gleich dann nochmal föhnen.

Nach dem Föhnen fühlen sich die Haare immer noch an, als sei nix ausgespült worden. Sehen allerdings relativ ok aus, viel Volumen, aber null Glanz. Da ist noch die berühmte Luft nach oben.

15.8.2020
Nachdem ich nun heute morgen das Aussehen eines sehr wilden Wischmops hatte, habe ich die Haare wieder mit der Haarseife von gestern gewaschen, diesmal eine sog. “saure Rinse” mit Zitronensaft hinterhergespült – und ausgespült – und siehe da, die nassen Haare fühlen sich fast normal an.

Mit diesem Ausdruck “saure Rinse” habe ich irgendwie ein Problem, er hört sich für mich furchtbar nach dogmatischem Hardcore-Öko an und in die Ecke gehöre ich wirklich so gar nicht… Es ist eine Spülung, fertig, aus. Und es erweitert leider das Haarewaschen um einen zusätzlichen Arbeitsschritt, das möchte ich eigentlich nicht.

Nach dem Föhnen: Besseres Anfühlen als gestern, aber immer noch wie nicht ganz richtig ausgespült und leider auch null Glanz. Na ja, ist ja erst der zweite Tag des Selbstversuchs Haarseife.

16.8.2020

Heute morgen mit festem Shampoo gewaschen, das Produkt offenbar zufällig direkt ein echter Glücksgriff. Die CodeCheck-App gibt ebenfalls sehr grünes Licht. Nach dem Föhnen: die Haare fühlen sich völlig normal an, fallen gut und haben leichten Glanz. Die Testperson ist sehr zufrieden.

17.8.2020

Der übliche morgendliche „Wischmop“ (dessen Ursache ja eigentlich mein Nackenkissen ist), aber in geschmeidig und kämmbar. Mit anderen Worten: das feste Shampoo ist wohl, anders als die Haarseife, meine perfekte Wahl – das darf jetzt bleiben. Diese Entscheidung kann ich mit gutem Gefühl bereits nach diesen wenigen Test-Tagen treffen. Und bin jetzt mal neugierig, wie meine Haare auf lange Sicht auf diese Befreiung von so viel künstlicher Chemie reagieren werden.

Und was mache ich nun mit den flüssigen Shampoo-Vorräten am sinnvollsten? Irgendwas ist ja immer…

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