Ja, wirklich, so eins mit Tasten und Winz-Display. Sehr praktisch, federleicht, klein, nett anzusehen, Akku hält ewig. Ihm „tut es das“ – telefonieren, Adressbuch und Kalender. Er will nichts anderes haben, hat sich sein aktuelles Aachen-gelbes Modell sogar auf Reserve nochmal besorgt… Er ist da ganz konsequent – und auch ein bißchen stur, wenn wir mal ehrlich sein wollen.

Denn ich habe natürlich ein Smartphone, klar. Das macht mir als bekennender Gadget-Freundin mit all den Möglichkeiten nicht nur grundsätzlich Spaß, sondern ich brauche ein zeitgemäßes Gerät auch schlicht und einfach aus beruflichen Gründen. Ich lasse es mir also nur extrem ungern mit irgendwelchem Spaßquatschkram aus thematischen Randgebieten zumüllen.

So eine Ehe zwischen Handy und Smartphone sieht nun aber – zumindest hier – so aus, daß der Handybesitzer gerne leihweise die Funktionen des modernen Smartphones nutzt, wenn es ihm gerade in den Kram passt, ansonsten braucht er “das alles” ja nicht. Deshalb an dieser Stelle mal ganz deutlich:

Ich möchte keine JPGs von Rote-Funken-Events für meinen Roten Funken geschickt bekommen.

Nein, ich möchte auch keine MP4s mit Karnevalsgesang für den Vereinskameraden geschickt bekommen.

Und nein, ich möchte nicht andauernd herzig-liebe Text-GIFs und Videos für den alten Weggefährten geschickt kriegen.

Und ebenfalls möchte ich keine sehr vielen Enkelkind-Fotos oder gar -Videos von stolzen Großvätern für den Kumpel geschickt bekommen.

“Hat er es sich schon angucken können???” (Nein, hat er nicht, er weiß nämlich nichtmals, wo er die Fotogalerie findet oder wie er in den Messenger reinkommt…)

Und ja, diese eine blöde Komplikation tut mir wirklich ganz besonders leid, daß nämlich mein Smartphone nur meinem Fingerabdruck gehorcht und der baM* deshalb nicht nächtens – wenn ich und mein Finger längst schlafen – eine Stunde mit seinem alten Freund in Übersee videotelefonieren kann.

Aber andererseits – all diese (Luxus-)Komplikationen wären ja mit einem einzigen Smartphone zu lösen… Kchkchkch.

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