Dies ist der persönliche Blog einer Design-und-Text-Handwerkerin. Er dreht sich um ihren grundsätzlich vergnügten Alltag zwischen Beruf und anderen Berufungen. Seit 2008.
Schauplatz > Aachen. | Altersklasse > ja. | Themen > querbeet.

Als Moppeline hat man meistens immerhin einen sichtbaren Vorteil – ein schönes Dekolleté. Und ein schönes Dekolleté muss nicht versteckt werden. Findet übrigens auch mein Mann.

Dies einleitend für alle Modemacher und auch Einzelhändler, die das offenbar vergessen haben! Oder denen es egal ist, daß nicht alle Frauen wie brave Klosterschülerinnen oder unmodische Matronen aussehen möchten.

Denn wie sonst außer mit eklatanter Ignoranz der Modebranche erklärt sich, daß ich in den Läden fast nur noch ziemlich halsnahe und langweilig uniforme Rundhalsauschnitte finde? Die stehen doch – wenn überhaupt – nur ziemlich schlanken Frauen mit eher kleiner Oberweite, sehr perfekter Kinnlinie und relativ langem Hals. All das bin und habe ich nicht. Und viele andere Frauen möglicherweise auch nicht… V-Ausschnitte hingegen zeigen ein bißchen vom Dekolleté, strecken den Oberkörper optisch und ich mochte sie auch schon am liebsten, als ich noch eine zarte Größe 38 und nur ein Kinn trug.

Ich vermisse V-Ausschnitte bei ansonsten hübschen T-Shirts, bei Pullovern und vor allem an Kleidern. Ich vermisse sie schmerzlich! Ich fühle mich V-Ausschnitt-mäßig völlig vernachlässigt von denen, die Mode entwerfen, herstellen und verkaufen. Und ganz sicher bin ich damit nicht allein.

Ich löse das Problem übrigens seit Jahren mit relativ halsfern rund oder v-förmig ausgeschnittenen und sehr preiswerten Basic-T-Shirts vom großen schwedischen Modehändler. So geht’s auch – aber interessanter wäre mir lieber.


 

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