Dies ist der persönliche Blog einer Design-und-Text-Handwerkerin. Er dreht sich um ihren grundsätzlich vergnügten Alltag zwischen Beruf und anderen Berufungen. Seit 2008.
Schauplatz > Aachen. | Altersklasse > ja. | Themen > querbeet.

#WmDedgT ist die Kurzform für “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” und wurde 2013 von Frau Brüllen eröffnet – jeden Monat am 5. protokollieren Blogger ihren Tag. Einblicke in den Alltag vieler Leben und Berufe und über den eigenen Tellerrand hinaus. Hier schreibt eine Design-und-Text-Freiberuflerin mit Ehemann, Dachwohnung und Souterrainbüro im selben Haus…

7:00 | Weckerklingeln. Och nö, ich will noch nicht… Nicht wegen Montag, sondern weil es jetzt morgens noch dunkel ist um die Zeit, da fällt mir das Aufstehen schwerer, ich muß mich erst wieder dran gewöhnen. Dank Snooze-Taste zögere ich den Moment hinaus bis halb acht.

Ich trödele herum, trinke Kaffee, schmökere im Web, zähle eine Lions-Abstimmung aus – die Grenzen zwischen Pflicht und Kür sind fließend und daß ich noch im Bademantel da sitze, weiß ja niemand.

Da ich im Herbst und Winter nicht runter ins offizielle Büro gehe, bevor das Tageslicht diese Bezeichnung auch verdient, bin ich heute spät unten…

10:15 | Ich war durch den Ostende-Ausflug und das Wochenende mehrere Tage nicht im Büro.

Spinnencheck: keine Spinne zeigt sich. Aber acht winzige Schmetterlingsmücken sitzen an den Wänden herum, die sauge ich erst einmal weg. Dieses Thema macht mich kirre, denn ich weiß wirklich nicht, wo die Brutstätte sein kann… Oben in der Wohnung sind wir sie seit einiger Zeit wieder los – aber ich will mal nicht zu früh jubeln. Ob das eigentlich ein Soerser Problem war dieses Jahr? Oder nur unseres?

Das fast lautlose eAuto rollt auf den Hof, die Mitbewohner sind also aus ihrem Urlaub zurück. Das fängt ja fast an, sich wie normaler Alltag anzufühlen hier… Sehr willkommen.

12:30 | Kurz einkaufen gewesen, weil ich Hunger hatte und auch ein paar Kleinigkeiten brauchte, die der baM* nachher beim Discounter nicht kriegen wird.

Und ich wühle mich ansonsten durch meine E-Mails – was für ein Wust. Da muß auch mal organisatorisch was passieren, denke ich zum wohl tausendsten Mal… Doch natürlich ist auch der Herbst besonders „wild“, weil dann unsere Lions-Weihnachtsmarkt-Aktivitäten wieder losgehen, da muß eine enorme Menge Zeug geregelt werden. Macht sich ja auch keiner klar.

14:00 | Habe jetzt soweit den Durchblick, daß ich mich endlich den konkreten auftragsbezogenen Dingen zuwenden kann.

Ein Verein braucht einen neuen Folder. Die Texte gibt es nicht als Datei, ich scanne also den bisherigen Folder und lasse das Ganze durch eine Texterkennung laufen. Dann checke ich noch das Fotomaterial, das ich im Fundus dieses Kunden habe. Fein – alles da, um einen ersten Entwurf machen zu können.

Die Apotheke in der Soers macht auch dieses Jahr ihren Wandkalender,  darüber habe ich mich sehr gefreut. Das Kalendarium ist schon fertig, jetzt checke ich mal das Fotomaterial, das dieses Mal von Soerser Künstlern geliefert wird. Zehn von zwölf Fotos sind eingetroffen, ziemlich guter Schnitt…

Ich packe nun meinen Kram, an dem ich heute noch weiterbasteln möchte, zusammen und ziehe nach oben um.

15:00 | Hier nun kann ich extrem konsequent weiterarbeiten. Zum Beispiel Spülmaschine aus- und einkramen. Dem baM* ein Versicherungsschreiben tippen. Gekaufte Gewürze umfüllen in ihre Streuer und Dosen. Und zwischendurch immer mal ein bißchen von dem, was ich eigentlich fertigkriegen wollte.  Das ist zwar alles nicht so effizient, aber gemütlich, und am Ende ist erstaunlicherweise auch alles so, wie es sein sollte – nur ein bißchen später als geplant…

Diese mangelnde Organisiertheit ist insgeheim mein großes Corona-Problem. Sie macht mich oft unzufrieden, weil sie nicht zu meinen Ansprüchen an mich selbst passt, dann wiederum staune ich, wie egal momentan vieles zu sein scheint. Kundenseits wird zum Beispiel kaum gedrängelt. Als hätten alle (bis auf mich?) begriffen, daß anderes wichtiger ist als die übliche Hektik der Vor-Corona-Zeit…

17:30 | Der baM* kehrt von der Lebensmittel-Jagd zurück und zeigt seine Beute. Wir kramen die Sachen zusammen weg – in Schrank, Schubladen, Kühlschrank, TK-Fach. Gleich ist die Spülmaschine „durch“ und zwischen sieben und halb acht werden wir abendessen, heute allerdings nur Resteküche, das muß auch mal sein.

Euch allen einen schönen Abend und eine gute Woche!

Nun verlinke ich meinen Beitrag noch rüber zum aktuellen #WmDedgT von Frau Brüllen, wo unter ihrem eigenen Beitrag auch eine Linkliste der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu finden ist.

(Die vielen schönen Beiträge kann man unmöglich alle lesen – ich kriege das jedenfalls zeitlich nicht hin. Deshalb picke ich mir immer den ersten Blog mit interessant klingendem Namen raus und ab da stur jeden zehnten und diese Auswahl lese ich dann. So komme ich mit der Zeit auch ganz schön rum…)

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