Meine Lieblings-Maria – ja, die, mit der zusammen ich die Blogs50plus gegründet habe – hat zu dieser Blogparade aufgerufen

 

Warum ich schreibe beziehungsweise blogge – denn das ist mein einziges persönliches und gleichzeitig öffentliches Schreiben –, habe ich bereits vor langer Zeit mal hier in Worte gefasst und das trifft so, wie es da aufgeschrieben ist, immer noch zu. Doch Maria fragt ja ein bißchen anders, und da das bei mir gerade einen eher pragmatischen Nerv trifft, kommt ein eindeutiges Ja! Es hilft mir, und zwar …

… bei der Arbeit: Ich habe in jeder Projektmappe viele handgeschriebene Zettel, auf denen ich im Laufe Zeit meine Ideen notiert habe oder meine To-do’s oder Besprechungsergebnisse. Wenn nämlich gerade mehrere Projekte gleichzeitig laufen und über mehrere Wochen, kann ich gar nicht alles im Kopf behalten. Konnte ich noch nie. (Die Zettel werden dann natürlich in eine To-do-Liste übertragen und die Aufgaben dadurch sortiert. Aber darum geht es hier ja gerade nicht.)

… beim Einkaufen: Ohne meinen Einkaufszettel wäre ich aufgeschmissen. Und selbst, wenn ich ihn am Ende zu Hause vergessen haben werde, so ist er wenigstens in meinem Kopf – weil ich ihn vorher geschrieben habe. Ich habe es mit einer App im Handy versucht, aber das finde ich viel umwegiger und langsamer, als alle Sachen einfach auf den Zettel zu schreiben.

… beim Nicht-Vergessen von Allem: Ein Leben ohne Zettel wäre für mich undenkbar. Zettel, auf denen ich alles wiederfinde, was ich nicht vergessen will. Ich habe ein Handy und mehrere Computer und kann mit all dieser Technik auch ganz gut umgehen, aber was in meiner Handtasche wirklich niemals fehlt, sind ein Blöckchen und ein Bleistift.

… bei der Zufriedenheit: Erledigtes abhaken oder durchstreichen. Oder direkt einen ganzen Notizzettel zerreißen – gibt es etwas, was noch zufriedener machen kann?! (Rhetorische Frage. Ja, es gibt noch ein, zwei andere Dinge…)

Und wenn ich jetzt mal die Ebene der praktischen Zettelchen verlasse, dann bin ich schnell bei Kultur, bei Kommunikation, beim Lesen, beim Bleibenden. Und selbstverständlich hilft auch mir das Schreiben von Texten, das Maria mit ihrer Frage wohl eher meint – es hilft mir beispielsweise, Gedanken zu sortieren, Geschichten zu erzählen, Erinnerungen zu bewahren, Freude zu bereiten oder Standpunkte klarer zu machen… Ein Leben, in dem ich (und auch jeder andere) nicht mehr schreiben könnte, sei es nun Bedeutungsvolles oder Banales, kann und mag ich mir gar nicht vorstellen. Vom Graffiti bis zum Jahrhundertroman wäre alles – nicht da!

Als Abschluß daher ein wunderschöner Tweet, der es auf den Punkt trifft: „Wir schreiben nicht, um gelesen zu werden. Wir schreiben, weil die Gedanken und Gefühle irgendwo hin müssen.“ (@wortgefluester am 23. September 2014)

So isses.


 

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