Was es alles gibt… Ich habe einen Social-Media-Kalender, der mir solche Skurrilitäten morgens auf den Monitor ploppt, deshalb weiß ich: in Amerika ist heute Skirt Day. Och? Ich fand allerdings absolut nichts Aufschlußreiches über Entstehung und Hintergrund dieses Tages und am charmantesten finde ich eigentlich Sinn und Handhabung des „Rokjesdag“ bei unseren direkten Nachbarn.

Doch mir ist es ein Anlass, kurz meiner eigenen Rock-Geschichte mit ein bisschen freundlicher Wehmut nachzuhängen. Ich habe immer gerne Röcke getragen – denn wie eine Schuhverkäuferin einst bemerkte: „Sie haben ja auch ein schönes Bein.“ Meine Antwort natürlich: „Sogar zwei davon.“ Und in den Schuh war ich eh längst verliebt, die Schmeichelei wäre also gar nicht nötig gewesen.

Wie dem auch sei, irgendwann breitete sich meine ererbte Psoriasis* – im Gen-Pool sind nicht nur die guten Dinge – genüsslich auf einem Schienbein aus und es war vorbei mit meinen spontanen Pro-Rock-Entscheidungen morgens vor dem Kleiderschrank. Rock tragen bedeutet heute erstmal eine sorgfältige Camouflage und will geplant sein. Bisschen schade… Andererseits bin ich aber durchaus dankbar, daß die komische Haut nur auf dem Bein und nicht in meinem Gesicht ist.

Und so habe ich seit vielen Jahren statt Skirt Day halt meistens „die Hosen an“. Ist ja auch nicht schlecht.

*Für alle, die das vielleicht nicht wissen: Psoriasis, auch bekannt als Schuppenflechte, ist nicht ansteckend, sondern wird vererbt. In der leichten Form produziert lediglich die Haut an den aktiven Stellen zu viel Haut, weshalb diese sich zu schnell erneuert und schuppig aussieht – dies als sehr vereinfachte Erklärung.

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