Ich bin gerade ein bißchen wehmütig… Im Zuge meiner Recherchen zum Buch schrieb ich Ende November auch dem Aachener Traditionsunternehmen Nagel & Hoffbaur einen netten Brief, denn ich wollte deren „Aachener Domliqueur“ gerne mit aufnehmen und deshalb einen Gesprächs- und Fototermin haben. Ich habe die Spirituose schon in den 80ern auf internationalen Messen mit Erfolg als Werbegeschenk eingesetzt – in zauberhaften Miniaturfläschchen, das war ein echter Hit – und liebe den Likör seitdem als besonderes und sehr exklusives Mitbringsel aus Aachen.

Jedenfalls blieb mein Brief seit zwei Monaten unbeantwortet und so war ich gerade noch einmal auf der Website unterwegs, um vielleicht einen anderen Ansprechpartner als den Geschäftsführer zu finden. Und nun denke ich mir, man hatte dort genug mit Interna zu tun rund um den Jahreswechsel, denn: neues Management, neue Website – offenbar hat dort der neue Besen gekehrt. Nicht meine Angelegenheit.

Aber was ich – auch neu, oder vielleicht habe nur ich es erst jetzt wahrgenommen – zum Domliqueur finde, macht mich als Aachenerin ein bißchen traurig: „Auch als Kölner Domliqueur, Mainzer Domliqueur oder Berliner Domliqueur erhältlich.“ Gleiche Flasche, gleicher Inhalt. Beliebiger Domliqueur also.

Damit hat das Produkt für mich allen Zauber der Exklusivität verloren… Schade.


 

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